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Mein Lebensweg-

kann diese Kindheit eine gesunde Basis für ein ganzes Leben sein?

 

Meine Mutter gebar drei Jungen und wünschte sich so sehr noch ein Mädchen. Ihr Wunsch ging in Erfüllung und so wurde ich mit einigen Komplikationen im April geboren. So erschöpft Mutti war, sie hielt mich stolz und glücklich in ihren Armen und gab mir den Namen Petra-Gisela.

Aus Erzählungen meiner Familie und der Verwandtschaft weiß ich, dass mein Vater in jungen Jahren zur Fremdenlegion ging. Er wählte diesen Weg, weil er für den Kindesunterhalt nicht aufkommen wollte. Nachdem er zurückkehrte heirateten die beiden. Gearbeitet hat mein Vater dann manchmal als Brunnenbauer.
Nach jahrelanger Krankheit wurde der Krankenhausaufenthalt für meine Mutti unumgänglich. Vermutlich hielten ihre Nerven das stressige Leben mit meinem Vater nicht mehr aus, zudem litt sie an der Alkoholsucht. Inzwischen hatte sie ihr fünftes Kind, meine jüngere Schwester, auf die Welt gebracht. Leider bedeutete die Krankenhauseinweisung meiner Mutter für mich, ich war noch keine 5 Jahre alt, und zwei meiner Brüder, dass wir ins Heim mussten. Lediglich mein ältester Bruder konnte zu Hause beim Vater leben. Meine jüngere Schwester war vielleicht eineinhalb Jahre alt und kam zur Oma mütterlicherseits, dort lebte sie von da an dauerhaft. Jahre später kam sie lediglich in den Schulferien zu Besuch zu uns.
Der Heimaufenthalt liegt nicht in meiner Erinnerung, aus Erzählungen weiß ich, dass mein ältester und vor allem Lieblingsbruder Rolf, uns drei Geschwister jede Woche besuchte. Er brachte uns jedes Mal was Süßes mit und bei jeder Abschiedsstunde schrie ich: „Rolf nimm’ mich wieder mit nach Hause“. Der Abschied war jedes Mal schwer und einmal passierte etwas sehr Peinliches. Bei einem seiner Besuche hatte Rolf sich sehr rausgeputzt. Er trug einen hellen Anzug, weil er im Anschluss eine wichtige Verabredung hatte, heute nennt man das Date. Während des Abschiedes saß ich anhänglich auf den Schoß meines Bruders. Die Aufregung darüber, dass er nun gleich wieder weg geht, hat dazu geführt, dass ich Pippi machen musste und das dummerweise einen Riesenfleck auf seinem Anzug hinterließ.
Nach einigen Monaten durfte Mutti die Klinik wieder verlassen, sie war zwar nicht richtig gesund, aber immerhin durften wir dann auch wieder nach Hause.
Mit 6 Jahren wurde ich eingeschult. Die Schule machte mir Spaß und ich war glücklich. Leider hielt dieses nicht lange an, da Mutti ein Dreivierteljahr später einen Rückfall erlitt. Mein ältester Bruder sorgte in dieser Zeit für uns. Rolf war bereits 20 Jahre alt und hat die Verantwortung für uns übernommen, so dass wir nicht zurück ins Heim mussten. Dieses passierte zur Osterzeit, daran kann ich mich sehr gut erinnern, weil mein Lieblingsbruder mich in der Nacht zu Ostern aus dem Bett hob und mir zeigte, dass der Osterhase da war. Ich freute mich sehr, umarmte meinen Bruder noch fester als er mich zurück ins Bett brachte. Selig schlief ich nach einem Gute-Nacht-Kuss wieder ein.
Meine Mutter musste ständig wieder in eine Klinik. Und dann geschah das für mich absolut Unfaßbare. Mit acht Jahren musste ich zum ersten Mal erfahren, wie schmerzhaft der Verlust eines geliebten Menschen ist:

Meine Mutti ist am 2. Juli 1969 im Alter von 41 Jahren verstorben.

Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Bei der Beerdigung habe ich mich am Bein meines Bruders geklammert. Ich wollte so gerne in das offene Grab springen und rief immerzu „Mama“. Durch diesen Verlust ließen meine Leistungen in der Schule völlig nach. Ein Jahr nach ihrem Tod hat mein Vater erneut geheiratet, seine zweite Frau brachte ihren 6jährigen Jungen mit in die Ehe. Die Pforten zur Hölle öffneten sich für mich.
Mit inzwischen neun Jahren ging ich zur Kommunion. Zu diesem Anlass schenkte mir mein Lieblingsbruder eine wunderschöne Kette mit meinem Sternzeichen als Anhänger. Leider hat mein Vater mir diese weggenommen und auf mein Nachfragen nur mit „die ist weg“ geantwortet. Viele Jahre später unterhielten mein Bruder und ich uns über diese Kette. Er ist zu dem Schluss gekommen, dass Vater sie seinerzeit „versetzt“ hat. Das Geld war bedingt durch seine seltenen Arbeitstätigkeiten wohl immer knapp.
Mit der neuen Familie zogen wir dann in eine größere Wohnung. Mein Lieblingsbruder und auch der zweitälteste Bruder waren inzwischen selbst verheiratet und lebten nicht mehr in dieser neuen Familie. Während mein drittältester Bruder regelrechte Narrenfreiheit bei meinem Vater genoss, wurde mir nicht nur alles verboten, sondern ich war auch die Einzige, die dort regelmäßig Schläge bezog, für die banalsten Anlässe kam die Hausschuhe meines Vaters zum Einsatz. Mein Stiefbruder hingegen wurde von seiner Mutter bzw. meiner Stiefmutter behütet und umsorgt.
Das Verhältnis zur Stiefmutter war nicht von Liebe und Zuneigung geprägt. Über die Jahre hatte sie einen Standard-Spruch bewahrt: „Hätte ich Euch Saublagen mal nicht übernommen“. Wenn etwas vorfiel hat sie mich jedes Mal an meinem Vater verraten und dadurch war das Familienleben noch mehr durch Angst und Schläge bestimmt.
Meine Stiefmutter hat mich immer dazu gezwungen, meine Haare zu einem Zopf zu binden, obwohl ich es gar nicht wollte. Sobald ich aus dem Sichtfeld von ihr war löste ich den Zopf. Auf dem Schulweg nach Hause ging ich immer durch den Park, setzte mich auf eine Parkbank und band mir wieder einen Zopf. Eines Tages erblickte ich plötzlich meine Stiefmutter in dem Park und dachte mir nur: „Oh weh. Das gibt zu Hause sicher Ärger“. Als ich dann zu Hause ankam brüllte sie mich an und sagte, dass sie mich beim Rauchen im Park gesehen hätte. Ich zitterte schon wie Espenlaub vor Angst und sagte ihr die Wahrheit: „Ich habe die Haare nur offen getragen und hatte die Spange im Mund, um den Zopf wieder zu binden“. Sie sagte ich würde lügen und dass sie alles meinem Vater erzählen würde. Sie sperrte mich in der Wohnung ein und ging zum Einkaufen. Die Angst stieg wieder in mir auf, denn ich wusste was dies bedeutete; wenn Vater heim kommt gibt es Schläge, Schläge und nochmals Schläge. Mit dem Zweitschlüssel öffnete ich die Wohnungstür und lief zum ersten Mal mit elf Jahren von zu Hause weg. Orientierungslos lief ich durch die Gegend. Irgendwann kam ich in unserer alten Wohngegend an. Das vertraute Umfeld gab mir Sicherheit. Es wurde immer später und ich wusste nicht so recht, was ich tun soll. Dann fand ich ein Versteck unter dem Balkon einer Erdgeschosswohnung. Ich hockte mich auf den Kies und war sicher, dass mich niemand sehen kann. Später in der Nacht führte ein älteres Ehepaar ihren Hund spazieren. Dieser hat mich aufgespürt und ist angeschlagen. Das Ehepaar ist aufmerksam geworden und hat mich in meinem Versteck gefunden. Sie lockten mich heraus und in einer Gastwirtschaft befragten sie mich. Anschließend wurde die Polizei gerufen, die mich dann nach Hause brachte. An der Haustüre hat einer der Polizisten meinem Vater eine mir immer in Erinnerung bleibende Frage gestellt: “Ist Ihre Tochter immer so doof und haut ab?“
Im Jahr darauf wurde meine Stiefschwester geboren. Alles dreht sich um die Kleine. Was einerseits verständlich war, doch andererseits wurde das Leben für mich immer härter, denn von nun musste ich den Haushalt so gut wie allein erledigen. Zuvor musste ich zwar mein Zimmer und das Zimmer meines älteren Bruders sauber halten, doch nun war ich die Putzfrau. Das Leben war für mich inzwischen die wahre Hölle. Einerseits erlebte ich wie zuvor ständige Angst, Ablehnung und Ausgrenzung gefolgt von Schlägen und nun kam die Überforderung mit der vielen Hausarbeit noch hinzu. Immer wieder kam mir der Gedanke, einfach abzuhauen. Irgendwann konnte ich nicht mehr und deshalb bin ich zum zweiten Male geflüchtet. Diesmal ging ich zu meiner Oma. Hier konnte ich leider nicht bleiben, da neben meiner jüngeren Schwester auch mein Onkel bei der Oma auf engsten Raum lebte. Mein Lieblingsbruder musste mich leider wieder nach Hause bringen. Zuerst erhielt ich eine Tracht Prügel, obwohl mein Bruder meinen Vater gebeten hatte mich nicht zu schlagen. Als die Familie an diesem Tag am Abendbrottisch saß, stellte mein Vater sich hinter meinem Stuhl und säbelte mir mein langes Haar mit einen kleinen Küchenmesser ab. Dabei bemerkte er: „Dein Verstand geht nur in die Haare und nicht in Deinem Kopf!“ Verzweifelt habe ich nach meinen Haaren selbst im Abfall gesucht und am nächsten Tag musste ich mit den restlichen Zotteln auf den Kopf zum Friseur, um eine einigermaßen ansehnliche Frisur zu bekommen.
Irgendwann gab es wieder einen heftigen Streit; und so floh ich mit dreizehn Jahren zum dritten Male. Konsequenz der dritten Flucht: Polizisten brachten mich leider wieder nach Hause, obwohl ich eindringlich darum bat, dass ich ins Heim wolle und bloß nicht mehr nach Hause. Wieder bezog ich Prügel. Anschießend holte mein Vater aus der Küche ein Hackbeil, welches man zum Zerteilen von Koteletts nutzt, schleifte mich an der Hand zur Wohnungstür und sagte „Wir gehen jetzt in den Keller, dort hacke ich Dir einen Fuß ab, damit Du nicht mehr abhauen kannst!“ In diesem Moment dachte ich vor Angst sterben zu müssen.
Wir haben damals nie Taschengeld bekommen. Einerseits fehlte es oft an Geld, da Vater nie regelmäßig arbeiten ging, andererseits frönte er auch gern dem Suff, so dass er Geld lieber in die Kneipe brachte als uns etwas abzugeben. Wenn Zahnpasta fehlte, musste auch schon mal Seife zum Zähnputzen verwendet werden. Deshalb besuchte ich manchmal meine Schwägerin bei der Arbeit und bat sie um 20 oder 50 Pfennige. Leider hat meine Schwägerin meinem Vater dieses unbedacht erzählt. Das Ergebnis war, dass ich nachts wach wurde, weil Vater wieder einmal betrunken nach Hause kam und sich laut mit der Stiefmutter unterhielt. Ich stand auf und versuchte an der Tür zu lauschen, konnte aber nichts verstehen. Dennoch wusste ich, dass es um mich ging und die Angst stieg’ in mir auf. Ich legte mich zurück ins Bett und tat schlafend. Dann platzte er in mein Zimmer, riss mich hoch, zog mich aus dem Bett und verprügelte mich mit seinem Hausschuh. Die harte Gummisohle hinterließ Spuren am ganzen Körper. Vor Schmerz wusste ich nicht mehr wie ich sitzen oder liegen sollte.
An dieser Stelle frage ich mich immer wieder, warum hat er so brutal zugeschlagen. Warum hat er sich für seine Wut die schwächsten Personen, seine Kinder, ausgesucht? Er war ein Versager und Säufer, ein Schwächling, der seine Wut in geballter Form auch an mir ausließ. Brutal und unkontrolliert. Kleinste Vorfälle brachten ihn zum Ausrasten. Wenn er z.B. seinen Stiefsohn bei Tisch kritisierte fing die Stiefmutter an zu weinen, er sprang sofort vom Tisch auf, trat den Stuhl weg, schmiss seinen Teller vor die Wand und stolzierte mit einer Flasche Bier ins Wohnzimmer. Oftmals hatte mein Vater einfach nur einen schlechten Tag oder war mit dem falschen Bein aufgestanden und suchte regelrecht nach Ärger. So kam es, dass wir zum Abendbrot manchmal nur Käse essen sollten, weil er es so wollte. Mein Vater wusste sehr wohl, dass ich gegen Käse eine Abneigung hatte. Er hat mich trotzdem gezwungen den Käse zu essen, obwohl genügend andere Lebensmittel im Haus waren. Es war eine Qual für mich, ich musste währenddessen dauernd würgen. Ich durfte mir auch nicht einfach etwas zu Essen nehmen, nein, für jeden Apfel musste ich fragen, ob ich ihn essen dürfe.
Seine persönliche Schikane bestand darin, dass er jeden Samstag mein Zimmer betrat, um meine Schubladen mit meinen persönlichen Sachen auf den Boden auszukippen. Dann wurde mein Kleiderschrank kontrolliert, wenn dort nur ein Pullover schief lag, hat er alles durch den Raum geworfen und ich musste alles wieder in Ordnung bringen.
Die Hausaufgaben wurden immer unter der Aufsicht von Vater gemacht. Er stand hinter dem Stuhl und hat genau aufgepasst, wie ich die Aufgaben versuchte zu lösen. Wenn ich mal etwas nicht auf Anhieb verstanden hatte, bekam ich einen festen Schlag auf den Hinterkopf von ihm. Immer und immer wieder hat er zugehauen und mich angeschrien. Ich musste die gesamten Aufgaben wiederholen. Ich habe sehr oft deswegen geweint. Besondere Freude machte es ihm, mir seine selbst ausgedachten Aufgaben zu geben. Diese musste ich stundenlang auswendig lernen, um sie ihm dann vorzutragen. Aber wie soll man etwas lernen, wenn man immerzu nur Angst hat? Wenn der Vater mich rief und ich das Gefühl hatte, dass es wieder Schläge gibt, habe ich am ganzen Körper gezittert und vor Angst in die Hose gemacht.
Mit 14 Jahren habe ich die Schule verlassen. Meine Stiefmutter ging mit mir zum Arbeitsamt. Dort sagte man ihr, dass ich zu klein und zu schwach zum Arbeiten sei und noch in Schule gehöre. Also besuchte ich noch ein Jahr eine Schule zur Berufsvorbereitung.
Mit 16 Jahren schickte mich mein Vater zur Arbeit, um Geld zu verdienen. In einem Feinkostladen bekam ich eine Aushilfstätigkeit, die mir ganz gut gefiel, obwohl sie sehr hart war. Das verdiente Monatsgehalt von 400 DM musste ich zu Hause abliefern. Mein Vater gewährte mir lediglich 30 DM als monatliches Taschengeld. Durch diese Tätigkeit habe ich meinen ersten Freund kennen gelernt. Er belieferte den Feinkostladen und so haben wir den Kontakt zueinander gefunden. Wir konnten uns immer nur abends kurz sehen. Obwohl ich inzwischen arbeiten ging, hatte ich so gut wie keine Ausgangzeit. Mein Vater hat mir klare Zeiten vorgegeben und diese auch strengstens überwacht. Generell war es so, dass ich immer um 18.00 Uhr zu Hause erscheinen musste. Die Beziehung zu meinem Freund passte meinem Vater ebenfalls nicht. Er drohte ihn anzuzeigen, ich war noch nicht volljährig und mein Freund war bereits 28 Jahre alt.
Mit 17 Jahren bin ich zweimal eine Viertelstunde zu spät nach Hause gekommen. Dafür bekam ich prompt Stubenarrest. Vater wollte mehr Disziplin von mir und drohte mir mit Hausarrest bis zur Erreichung der Volljährigkeit, falls ich ein drittes Mal verspätet bin. Natürlich passierte es mir zum dritten Male und die Drohung wurde natürlich umgesetzt. Natürlich bekam ich Hausarrest bis zur Volljährigkeit. Ich durfte nicht mehr raus. Keine Freunde treffen – geschweige denn meinen Freund sehen, den konnte ich von da an nur noch zufällig sehen. Nur zum Einkaufen für die Familie durfte ich raus. Sehnsüchtig wartete ich auf meinen 18. Geburtstag. Dieser Tag sollte mein Leben ändern und mir meine Freiheit geben.
Am Ostersamstag 1979 war es endlich soweit, ich vollendete das 18. Lebensjahr und traf mich nach vielen Monaten erstmals wieder mit meinem Freund. Komischerweise bin ich an diesem Tag abends ängstlich und eingeschüchtert um 19 Uhr zu Hause gewesen und bekam nur den Spruch meiner Stiefmutter „na, kommst Du auch noch mal nach Hause?“ Für den nächsten Tag hatte ich mich wieder mit meinem Freund verabredet und verließ nach dem Essen und den Haushaltspflichten das Haus, kam aber auch wieder zeitig zurück. Der Nachmittag des Ostermontages sollte ebenfalls mir und meinem Freund gehören. Als er mich abholen wollte, befand mein Vater unsere Treffen als zu häufig und verbot mir den Ausgang. Ich musste dieses dann meinem Freund mitteilen. Im Anschluss stand ich am Fenster und musste zusehen, wie mein Freund wieder fortfuhr. Ich habe Rotz und Wasser geheult. Nun war ich seit zwei Tagen volljährig und mein Vater gab mir weiterhin Ausgehverbot.
Am darauf folgenden Wochenende hat mein Freund mich samstags abgeholt. Wir haben den Nachmittag zusammen verbracht und sind gegen Abend in eine Kneipe. Ich drängte immer, dass ich nach Hause müsse. Bis er plötzlich sagte „Du bleibst hier, Du gehst nicht nach Hause“. Zuvor hatte er wohl mit seinen Eltern gesprochen und mit ihnen vereinbart, dass ich bei ihm bleiben durfte. Das war mein offizieller Abschied von zu Hause.
Von nun an lebte ich mit meinem Freund bei seinen Eltern. Der spontane Auszug führte dazu, dass ich keine Anziehsachen geschweige denn andere persönliche Sachen besaß. Die Schwester meines Freundes konnte mir kurzzeitig mit Leibwäsche behilflich sein und die Eltern erlaubten uns einen Aufenthalt von sechs Wochen. Schnell haben wir uns eine eigene Wohnung angeschafft.
Mein persönliches Hab’ und Gut musste ich mir vor Gericht einklagen. Mein Vater war nicht bereit, meine persönlichen Sachen herauszugeben. Den Prozess habe ich gewonnen. Nach dem Urteil konnte ich aber nur unter dem Schutz meines Freundes und seines Bruders in die elterlichen Wohnung, um meine Sachen abzuholen. Die ganze Zeit habe ich gezittert wie blöd vor lauter Angst. Jedes einzelne Teil musste ich auf einer Liste aufführen, damit mein Vater seine Quittung über den Erhalt meiner eigenen Sachen erhielt.
Jetzt war ich frei - meine Kindheit bleibt zerstört und das hat Folgen.
Endlich hatte ich all meine Persönlichen Sachen.
Somit konnte ich das Leben dort fast abschließen.
Heute bin ich Erwachsen, und habe mein Leben im Griff,
So lebte ich noch eine weile bei meinem Freunds Eltern, die mich Fürsorglich und Liebevoll aufgenommen haben. Sie waren immer für mich da, haben mich getröstet, mich geliebt, wie ihr eigenes Kind.
Ein paar Monate später, haben wir für uns eine eignende Wohnung gefunden, haben diese für unsere Bedürfnisse gemütlich eingerichtet.
Wir gingen beide Arbeiten, und lebten glücklich miteinander.
Es ergab sich das ich ein halbes Jahr später eine bessere Arbeit annehmen konnte, die mir viel Spaß machte. Ich habe viele nette Leute kennengelernt.
Und auch eine gute Freundin gewonnen.
Der Lebensweg verläuft nicht immer gradlinig, trotzdem Schritt ich durch mein Leben, und bin an sehr vielen Straßen gelangt. Und manchmal stürzte ich auch in tiefe Löcher.
Dort habe ich mich entschieden,
welchen weg ich gehe.
Manchmal konnte ich nicht sofort erkennen, ob der Weg den ich gehe der richtige Weg ist.
Daraus lernte ich, und Startete neu durch.
Tief in mir drin, verspüre ich immer noch Angst, Erlebtes ist das Eine aber das, was wir uns aus der Seele her wünschen- ist das Andere. Häufig geht auch viel daneben, weil man den Stolperstein nicht sieht. Ich darf auch einmal schwach sein und Freunden erlauben, mich ein Stück des Weges weiter zu „tragen vielleicht auch mal zu treten. Aber gehen muss ich schon allein.
Ich hatte immer öfter Albträume.
Natürlich muss ich dafür etwas tun – und das bedeutet etwas Unbequemes: Ich scheute mich nicht, in den schweren Zeiten meiner Dunkelheit einen Therapeuten zu suchen der mir hilft, meine Misshandlungen, und schlimmen Erlebnisse zu verarbeiten und wieder Licht in mein Leben zu bringen. Mir aus meiner Verzweiflung und Sehnsucht nach einer anderen und besseren Welt zu helfen.
So entschied ich mich zu einer Therapie. In der sehr langen Zeit, auf der Suche, zur Hoffnung und auch der Verzweiflung, die Trauer. tauchte ich ein in meine eigene Welt, in die Welt meiner Gedanken und Gefühle. Ich lasse mir Mut machen, zu meinem eigenen Ich zu stehen. Das Bewusstsein zu lernen wie viele neue Lebensinhalte es für mich geben werden, ist der Neu Beginn für mich.
Ich fand zu mir; Mein Ich wieder, es war ein sehr beschwerlicher und anstrengender Weg. Durch die neuen Erfahrungen die ich in der Zeit lernte kam der Glaube an die Hoffnung wieder zu mir. Trotz allem kann man das schlimme Erlebnis, und diese grauenhafte Psychische und auch Körperliche Misshandlungen niemals VERGESSEN, nur verdrängen. Ich bin sehr froh darüber diese Therapie gemacht zu haben.
Und für mich das wichtigste, die Alpträume hörten endlich auf. Seitdem lebe ich, viel entspannter, und gelassener. Ich kann mich von nun an ganz neu entfalten.
Bin trotz allem ein wunderbarer Liebevoller Mensch geworden.

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Es ist Medizinisch bewiesen das:
Jedes Kind, das solch schrecklichen oben beschriebenen Dinge erlebt hat und darüber schweigen muss, sendet dennoch stumme Signale.
Erwachsene üben körperliche Gewalt an Kindern in vielen verschiedenen Formen aus. Häufig ist es Prügel, Schlagen mit Gegenständen.
Vielfach beschimpfen Eltern ihre Kinder in einem völlig überzogenen Maße oder brechen in Wutanfälle aus, die für das Kind nicht nachvollziehbar sind.
Hinzuzufügen ist, dass körperliche Strafen und körperliche Misshandlungen immer auch seelisch wirken.
Wenn Kinder mit Druck und Unterdrückung erzogen werden.
Wenn Kinder eingeschüchtert, ausgegrenzt, isoliert werden.
Wenn Kindern mutwillig Angst gemacht wird.
Die Schäden sind folgenschwer und mit denen der körperlichen Misshandlung zu vergleichen.
Seelische Gewalt sind Handlungen am Kind, die zur Zerstörung des Vertrauens zwischen Kind und Bezugsperson führen und dessen Persönlichkeitsentwicklung ganz massiv behindern.
Grundsätzlich bedeuten Körperstrafen eine Herabsetzung des Kindes und eine Verletzung seiner Würde.
Zuwenig oder gar keine Streicheleinheiten, Geborgenheit, Zuwendung und Liebe fehlen, sind ebenfalls eine seelische Grausamkeit. Trost wird verwehrt. Nichts verletzt die Kinderseele so stark wie kaltes Ablehnen, Abwehr, Abwertung und Zurückweisen. Oder das Kind zu Isolieren. Die seelische Misshandlung bei Kindern ist nicht leicht zu ersehen, da man keine körperlich sichtbaren Spuren findet.
Kinder leiden dadurch an,
Schlafstörungen, Albträume, Bettnässen, auffallende Angstzustände, Festklammern, nicht mehr allein sein wollen, Rückzug in Phantasiewelten, Leistungsabfall in der Schule, Angst vor Erwachsenen, Antriebsarmut, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, selbst beruhigende Schaukelbewegungen.